Weltfrauentag: Ein Tag des Kampfes und der Solidarität

Letzten Samstag – war da was?

Am 8. März kriegen Frauen oft Blumen geschenkt, werden befeiert oder bekommen einen Moment der Anerkennung. Doch worum geht es wirklich am Weltfrauentag?

Nach einer Woche scheint es so, als sei der Weltfrauentag bei vielen in Vergessenheit geraten. Der Kampf um das Recht der Frau ist weder neu, noch ist er auf einen einzelnen Tag zu beschränken. Sei es eine Olympe de Gouges die sich während der französischen Revolution für die Inklusion von Frauen einsetze,  eine Louise Otto-Peters die das Recht auf Arbeit und Bildung für Frauen einforderte[1] oder eine Clara Zetkin die das allgemeine Frauenwahlrecht einforderte[2]. Frauen mussten sich im Laufe der Jahre ihre Rechte erkämpfen.

Menschenrechte waren - sowohl damals als auch heute - keine Selbstverständlichkeit.

Nun ist es soweit, dass sich immer mehr ein Gehör und Bewusstsein für patriarchale Strukturen in unserer Gesellschaft entwickelt.

Trotz großer Fortschritte sind Frauen noch immer mit struktureller Benachteiligung, Gewalt und Chancenungleichheit konfrontiert. Vor allem in anderen Ländern der Welt sind Grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit, Bildung, körperliche Selbstbestimmung etc. Massiv in Gefahr[3]. Doch auch in Deutschland sind wir noch lange nicht am Ende angekommen. Frauen in Deutschland sind noch immer betroffen von Lohnungleichheiten[4], mangelnder Repräsentation in Führungspositionen und gesellschaftlichen Rollenbildern[5]. Hinzukommen Probleme wie zunehmende häusliche Gewalt[6] und Femizide[7], denen es massiv an medialer Aufmerksamkeit fehlt.

Auch innerhalb der Kirche herrschen noch Baustellen: Frauen sind nach wie vor von vielen Ämtern ausgeschlossen. Sie haben nicht die gleiche Möglichkeit wie Männer, ihre Berufung zu leben. Frauen müssen gehört, ihre Fähigkeiten anerkannt und ihre Rechte gestärkt werden – auch in der Kirche!

Am 8. März erinnern wir an unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit ein Bewusstsein zu schaffen, wie wir uns für eine soziale und gerechte Lebensrealität einsetzen können. 

Daher auch feministischer Kampftag – ein Kampf für eine gleichwertige Welt. Ein Kampf dem Frauen kontinuierlich gegenüber stehen. Ein Kampf der weit mehr verlangt als Blumen und einen einzigen Tag.

Also – seid mutig und vor allem – redet mit anderen darüber, damit es mehr ist als eine bloße Erinnerung!

 

[1] https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=60183&token=80c96c58915ad09320f9178ade6224a104098bdf Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[2] https://www.lpb-bw.de/08-maerz-frauentag#:~:text=Am%2027.,Frauentag%20offiziell%20ins%20Leben%20gerufen. Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[3] https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/frauenrechte-weltweit-2244524 Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[4] https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Arbeitsmarkt/Qualitaet-der-Arbeit/_dimension-1/08_frauen-fuehrungspositionen.html  Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[5] https://www.diversity-awareness.de/blog/details/das-rollenbild-der-frau-in-europa-durch-die-jahrhunderte Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[6] https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/haeusliche-gewalt-122.html Zuletzt geöffnet: 15.03.25

[7] https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/femizide-gewalt-gegen-frauen-100.html Zuletzt geöffnet: 15.03.25